Historie

Folgen Sie uns auf eine Zeitreise und erleben Sie von Jahr zu Jahr, wie aufreibend spannend und manchmal auch knapp am Scheitern vorbei Harriet Bruce Annan und Sie alle, liebe Mitglieder, Paten und Förderer, African Angel zum Erfolg verholfen haben


2015 Aus Mädchen werden junge Damen

Jetzt gibt es den Verein…

Jetzt gibt es den Verein African Angel nun schon seit 2002. Es ist schön zu sehen, was aus unseren Kindern geworden ist. Die 6 Mädchen, Cyntia, Mabel, Felicia, Priscilla, Veronica und Jennifer (von links nach rechts), sind von Anfang an dabei gewesen und haben, dank Ihrer Hilfe, eine tolle Kindheit und eine gute Schulausbildung bekommen. Aus ihnen sind hübsche, junge, selbstbewusste und bald auch selbständige Frauen geworden, die bald keine Hilfe mehr benötigen werden. Bis dahin werden Sie natürlich von uns unterstützend begleitet. Die Hilfe zur Selbsthilfe hat funktioniert.

Auf den Bildern sehen sie die Kinder im Jahr 2004 und heute, Ende des Jahres 2015.

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Cynthia

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Veronica

Felicia_Nartey
Felicia

Mabel_A_Coffie
Mabel

Jennifer_K_Coffie
Jennifer

Priscila_Quarcoo
Priscila

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2015 fast 100 Kinder bei African Angel – Harriet s Traum wird wahr – aber die Sorgen gehen weiter!

Im Frühjahr 2015 war es…


Im Frühjahr 2015 war es endlich soweit, Harriet hatte sich alle die Jahre vorgenommen, 100 Kindern aus Bukom ein gutes Zuhause und eine Zukunft im eigenen Land zu ermöglichen, und mit den zuletzt aufgenommenen 15 neuen Kindern ist die Traumzahl fast erreicht.

Aber die Sorgen bleiben, denn aus kleinen Kindern werden irgendwann Leute. Und so haben in diesem Frühjahr wieder 5 begabte junge Leute, 4 Mädchen und 1 Junge, ein sehr gutes Abitur abgelegt. Eigentlich müssten sie alle studieren. Doch African Angel hat dazu keine Mittel!

Helfen Sie den jungen Leuten und spenden Sie für STUDIUM!

Viel Geld wird auch verbraucht, weil die Lebenshaltungskosten so extrem gestiegen sind. Dieser schlimme Trend war schon 2013 im Gange, aber die Situation wird gar nicht mehr besser. Wir belegen in unseren Unterlagen, dass die Kosten von 2012 auf 2013 um über 100% gestiegen sind, bei gleichbleibender Tendenz nach oben!

Dem möchte African Angel entgegen wirken, und wenigstens die Lebensmittel, Obst, Getreide und Gemüse, selbst anbauen. Land ist durch das Lehrwerkstattprojekt dafür in der Central Region vorhanden, und die ersten Pflanzen sind auch schon gesetzt.

Jetzt heißt es weiter urbar machen, einfrieden und vor allem Bewässern! Darum steht 2015 im Sinn von „Brunnenbau“, denn ohne Wasser gibt es keine Landwirtschaft!

Danke für Ihre Unterstützung!


2014 Ein Jahr der Aufregung und des Aufbaus

Im Mai 2014 mussten die…

Im Mai 2014 mussten die Studenten nach dem abgeschlossenen Einführungsjahr aus Donezk zurück nach Accra gebracht werden, um ab August 2014 ihre Studien in Kiew fortsetzen zu können. Einfach gesagt, aber schwer getan. Wäre Harriet im Juli 2014 nicht einige Wochen persönlich in Kiew vorstellig geworden, der Universiätswechsel für unsere, und etliche andere ausländische Studenten aus der Ost-Ukraine, wäre so einfach nicht möglich gewesen. Harriet hatte es in dieser Zeit sogar geschafft, dass der Minister für Erziehung eine entsprechende Anweisung an alle west-ukrainischen Universitäten ausgab.

Nur so konnte es ohne Zeitverlust für unsere 4 begabten Studenten weitergehen.

Wir hoffen auf weitere Spendenunterstützung, um ihre Studienzeit auch in Zukunft finanzieren zu können.

Das 3. Haus wurde im Frühjahr 2014 endlich komplett fertig, und Harriet konnte bis zum Jahresende neue Kinder aufnehmen, 85 waren es zum Jahreswechsel.

Auch das neue Projekt Lehrwerkstatt ging 2014 langsam voran. Die drastisch erhöhten Preise für Material und Löhne ließen die Bauarbeiten aber immer wieder stocken, denn Harriet wollte auf bessere Wechselkurse und vernünftige Preise warten, um dann einzukaufen. Wenn die Lehrwerkstatt aufgebaut ist, wird sie die Möglichkeit bieten, jeweils 8 junge Männer für ein 1/2 Jahr in einem metallverarbeitenden Beruf/Mechaniker auszubilden. Die produzierten Produkte der Lehrwerkstatt werden jungen Mädchen, nach einem Kursus als Marktfrau, als Verkaufswaren dienen. So können Jugendliche aus Bukom, die keine Schule besucht haben, ebenfalls für ein Leben mit eigenem Einkommen ausgebildet werden. Und so dem Kreislauf der Armut entfliehen.


2013 Die ersten African Angel Studenten

Die ehemaligen Slumkinder, die zu…


Die ehemaligen Slumkinder, die zu African Angel gekommen sind, musste Harriet zum Lernen nicht Motivieren. Die Kinder wissen, oder ahnen, welche Chance sie erhalten. Sie sind wissbegierig, fleißig und nutzen ihre Talente.

Und so legten im Frühjahr 2013 die ersten 4 jungen Leute ihre Prüfung zum „Abitur“ ab. Und das mit sehr guten Noten! Die vier Jungen waren 11 Jahre zuvor mit erst 11 bzw. 12 Jahren eingeschult worden, und hatten es tatsächlich geschafft.

Einer von ihnen war übrigens eines tödlich erkrankten Kinder, die nach der Eingangsuntersuchung behandelt werden mussten… Es war klar, dass wir diesen jungen Menschen alle Chancen ermöglichen wollten, und sie hatten die Studienzulassen erreicht. Doch leider in einem Land, dass nicht über genügend Universitäten verfügt. Im Gegenteil, jedes Jahr können 200.000 Collegeabsolventen in Ghana kein Studium antreten, weil Plätze fehlen!

African Angel folgte Harriet s Vorschlag, den vier Jungen ein Studium zu überschaubaren Kosten in der Ukraine zu ermöglichen.

Denn Harriet hatte mit ihrem eigenen Sohn schon einige Jahre gute Erfahrungen gemacht. Als im Oktober 2013 die ersten 4 African Angel Studenten von Accra nach Donezk aufbrachen, konnte niemand ahnen, wie sich die Situation in der Ost-Ukraine schon kurze Zeit später entwickeln würde.


2013 African Angel e.V. erhält das DZI Spendensiegel

Die Arbeit des im März…


Die Arbeit des im März 2012 neugewählten Vorstands wurde im Frühjahr 2013 ebenfalls anerkannt, nachdem African Angel e.V. für die Abschluss Jahre 2010 und 2011 das DZI Spenden Siegel erhielt. Für African Angel e.V. ist es wichtig, dass alle Spender eine Sicherheit über die Mittelverwendung haben, die nochmal unabhängig überprüft und zertifiziert ist. Und dass, obwohl jeder zu jeder Zeit das Projekt in Ghana persönlich besuchen kann. Was bei vielen anderen Entwicklungsprojekten völlig undenkbar ist.

Die Abschluss Jahre 2012 und 2013 sind derzeit in Berlin in der Prüfung für die Siegelverlängerung.


2013 Harriet erhält das Bundesverdienstkreuz aus den Händen des Bundespräsidenten

Im Januar 2013 fand Harriet…


Im Januar 2013 fand Harriet nach einer Rückkehr aus Ghana einen Brief in ihrer Post, der sie etwas ängstigte, ein sehr offizieller weißer Umschlag aus Berlin….? Doch nach dem Öffnen stockte ihr der Atem, sie hatte das Bundesverdienstkreuz erhalten! Es hat wohl etwas gedauert, bis Harriet in der Lage war, die ersten African Angel Vorstandskollegen anzurufen, die sie aber fast gar nicht richtig verstehen konnten, so aufgeregt und glücklich war sie.

Die Anerkennung eines besonderes Lebenswegs, „Ehemalige Putzfrau bekommt Bundesverdienstkreuz“ hieß es dann auch in der Überschrift der Rheinischen Post (rp online) am 8. März 2013.

Für African Angel e.V. bedeutet diese hohe Anerkennung der Gründerin und Vorsitzenden ebenfalls eine Ehrung der geleisteten Arbeit, und so hat Harriet den Orden auch nur stellvertretend für alle African Angels und unsere Kinder aus Bukom entgegen genommen.


2012 African Angel wird 10 Jahre!

Dank der fortlaufenden Fertigstellung des…


Dank der fortlaufenden Fertigstellung des 3. Hauses, und der Nutzung der 1. Etage, konnte Harriet kontinuierlich neue Kinder aus Bukom aufnehmen. So feierte sie am Stichtag 10 Jahre African Angel mit 73 Kindern! Und einer Cola oder Limo für jeden!

Nach 10 Jahren spürte Harriet auch selbst, wie nachhaltig und langfristig ihre Vision angelegt ist, denn in diesem Jahr kamen African Angel Kinder der 1. Stunde in die 13. Klasse, und würden in wenigen Monaten ihre Prüfungen zum Abitur ablegen.

Wie groß waren „ihre“ Kinder in den Jahren geworden, und wie viele. Die Hauptarbeit des Jahres drehte sich aber nachwievor um die Fertigstellung des 3. Hauses, denn mit über 70 Kindern wurde es in den Bestandshäusern langsam eng.

Gefeiert wurde im Oktober 2012 im KIT in Düsseldorf, mit viel Musik und lieben Freunden, weiter so African Angel!


2011 Harriet gewinnt die „Goldene Bild der Frau“

Die Nominierung und die Verleihung…


Die Nominierung und die Verleihung des Leserpreises waren für Harriet ein wunderbares Erlebnis, und ein Baufortschritt für das 3. Haus. Das Preisgeld ging komplett in die weitere Fertigstellung des Hauses, so dass immer weitere Räume fertig und bewohnbar wurden.

Die Redaktion der „Bild der Frau“ hatte als Überraschung am Verleihungsabend Mama Dora und das African Angel Kind Veronica nach Deutschland geholt. Natürlich war für die Beiden die Reise nach Deutschland ebenfalls ein besonderes Highlight, so sahen sie sogar das Vereinsbüro in Düsseldorf. Da die Verleihung in Berlin stattfand, nutzte Harriet die Gelegenheit zu einem Besuch bei dem damaligen Botschafter Ghana s zu Berlin, S.E. Paul Aryene.

Natürlich wurde die Preisträgerin bei ihrer Rückkehr nach Ghana stürmisch begrüßt, nach ghanaischer Tradition, wo Preisgewinner mit Mehl beworfen werden (vielleicht vergleichbar mit unserer Tradition, Reis auf Brautpaare zu werfen?). Die Kinder ließen die wunderschöne Preisstatur durch ihre Hände gehen, auch wenn die meisten sicher nicht wirklich verstanden haben.

Der anschließende Besuch der Mitsponsoren des Preisgelds, der Fa. Jacobs, bei African Angel brachte ebenfalls viel Freude, für die Kinder und die Besucher.


2009 African Angel FC – Fußball, eine ghanaische Leidenschaft

Unter den Jungen von African…


Unter den Jungen von African Angel gibt es eine ganze Reihe talentierter Fußballspieler (Straßenfußballer), denn Fußball ist eine ghanaische Leidenschaft…, aber Fußball ist auch in Ghana „ein Geschäft“, und so war es während ihres Aufenthaltes in Accra 2009 dann soweit, „Talentscouts“ waren auf einen African Angel Jungen „aufmerksam“ geworden, er kam am Abend nicht aus der Schule zurück!

Eine sofort eingeleitete Suchaktion bestätigte Harriet s Befürchtung: Das Kind war von einem professionellen Fußballscout ´entführt´ worden. Wie eine Löwin kämpfte Harriet in den kommenden Stunden um den Jungen und es gelang ihr, den Jungen wieder in s African Angel Cottage zurück zu bringen.

Nachdem sich die erste Aufregung gelegt hatte, war ihr klar, dass so etwas immer wieder vorkommen würde, und sie nicht in der Lage sein würde, die noch ungefestigten Kinder davor zu bewahren…..es sei denn, African Angel wird eine Fußballschule! Dadurch würden die Kinder neben ihrer normalen Bildungskarriere auch noch eine Fußballausbildung erhalten, also durch ihren Traum, Fußballspieler zu sein, nicht an ihrem normalen Schuldurchlauf gehindert werden.

Gesagt, getan. Harriet suchte und fand einen guten Fußballtrainer. Seit 2009 trainiert er unsere Fußballtalente professionell, und daneben hat wurde die African Angel Jugend Football Liga aufgebaut. Da African Angel für den Aufbau eigener Teams nicht genügend Spieler hatte, wurden Jungen aus anderen Armenvierteln Accras, vorrangig Nungua, angeboten, zu trainieren und mitzuspielen. Noch in 2009 konnten auf dieser Basis drei Fußballmannschaften U 17, U 14 und U 12 als African Angel Teams aufgestellt werden.


2008 Baubeginn des 3. Hauses

Noch im Frühjahr 2008 entschied…


Noch im Frühjahr 2008 entschied sich African Angel e.V. zum Baubeginn eines neuen, des 3. Hauses, mehrstöckig und großzügig, mit Computerschulungsraum, Büros, Bibliothek, Sanitätsraum, Übernachtungsmöglichkeiten für Praktikanten sowie Gästezimmern für Besucher und Paten, und natürlich viel Platz für neue Kinder!

Die erste Praktikantin Lena war in 2008 auch einige Wochen beim African Angel Cottage und half mit viel Spaß und Einsatz bei der täglichen Versorgung der 50 Kinder.

Zur Finanzierung des jahrelangen Neubaus wurde die Spendenaktion „Bausteine“ in s Leben gerufen. Die Bauzeit betrug fast 6 Jahre, ganz in Abhängigkeit der finanziellen Möglichkeiten, und seit Ende 2014 ist das große Haus Wohnhaus der Mädchen und Verwaltungsgebäude. Die beiden Bestandsgebäude dienen seitdem als Jungenhäuser. (Heute, 2015, betreuen wir 98 Kinder im African Angel Cottage).


2008 – Bessere Chancen und neue Kinder aus Bukom – Das African Angel Cottage wird eröffnet

Harriet gelang es in kürzester…


Harriet gelang es in kürzester Zeit, das eigene Grundstück und die beiden Altbestandsgebäude soweit herzurichten, dass Anfang 2008 der Umzug der Kinder, und die Aufnahme 25 neuer Kinder aus Bukom stattfinden konnte. Es war natürlich ein hartes Stück Arbeit, das Grundstück zu befrieden und die Altbestandsgebäude zu renovieren und einzurichten.

Am 13. März 2008 wurde das African Angel Cottage im Beisein des deutschen Botschafters, Herrn Dr. Marius Haas, feierlich eröffnet. Daraus entwickelte sich ein schöne Freundschaft zwischen dem Botschafterehepaar und Harriet. S.E. lud bis zum Ende seiner Amtszeit regelmäßig Harriet und einige Kinder in sein Privathaus ein.

Noch im Frühjahr 2008 entschied sich African Angel e.V. zum Baubeginn eines neuen, des 3. Hauses, mehrstöckig und großzügig, mit Computerschulungsraum, Büros, Bibliothek, Sanitätsraum, Übernachtungsmöglichkeiten für Praktikanten sowie Gästezimmern für Besucher und Paten, und natürlich viel Platz für neue Kinder!

Zur Finanzierung des Vorhabens wurde die Spendenaktion „Bausteine“ in s Leben gerufen. Die Bauzeit betrug fast 6 Jahre, und seit 2014 ist das große Haus Verwaltung und Wohnhaus der Mädchen. Die beiden Bestandsgebäude dienen als Jungenhäuser. (Heute leben 98 Kinder im African Angel Cottage)


2007 – African Angel wird sichtbar! Medien berichten über Harriets Arbeit in Ghana

Ab Februar 2007 begannen die…


Ab Februar 2007 begannen die Düsseldorfer Zeitungen über den Verein African Angel e.V. zu berichten und schon im März drehte das WDR-Fernsehen auf der Messe dem Düsseldorfer Messegelände,

Harriet s Arbeitsplatz, die ersten Berichte über Harriets Arbeit und ihr außergewöhnliches Engagement, für die Formate LOKALZEIT und HIER UND HEUTE. Noch vor Harriets Abreise nach Ghana sorgte ein großer Bericht in der WESTDEUTSCHEN ZEITUNG und der RHEINISCHEN POST für sehr viel Bewegung. Viele Menschen meldeten sich daraufhin und wollten Patenschaften für eines der 26 African Angel- Kinder in Ghana übernehmen, und so bekamen alle Kinder tatsächlich einen Paten, denn bis dahin hatten nur 3 Kinder die finanzielle Förderung durch Paten aus Deutschland erhalten. Als Harriet also im Juni 2007 nach Ghana abreiste, flog sie erstmals in der beruhigenden Gewissheit, dass alle Kinder durch die monatlichen Patenbeiträge grundsätzlich abgesichert waren. Und dass es sogar eine Paten-Warteliste für neue Kinder gab. Was für ein Unterschied gegenüber den Sorgen der vergangenen Jahre!

Ende August 2007 strahlte der WDR unter dem Titel „50 Cent für einen Engel!“ erstmals die im Sommer in Accra gedrehte Dokumentation von Birgit Virnich und Annika Zeitler aus. Diesem Bericht merkte man zu jeder Sekunde an, dass er nicht nur mit großer Professionalität, sondern auch mit viel Sympathie und Herz für Afrika gedreht worden war. Das spürten auch die deutschen Fernsehzuschauer und zeigten es vor allen Dingen in ihren Reaktionen. Die vielen Anfragen und Spenden und Mitgliedsanträge aus ganz Europa brachten die unterbesetzte Geschäftsstelle zum Rotieren! Hatte der Verein bei Harriets Abreise nach Ghana noch überschaubare 19 Mitglieder, so erhöhte sich durch die Fernsehberichterstattung die Zahl der regelmäßigen Förderer bis Weihnachten 2007 auf fast 250!

Doch in Ghana wartete auf Harriet ein großes Problem, trotz aller Freude….Der Hausvermieter hatte zwischenzeitlich bemerkt, dass die 26 Kinder wohl nicht Harriet s Nachwuchs waren und herausgefunden: African Angel kümmert sich um Slumkinder aus Bukom. Diese Neuigkeit brachte Harriet die Kündigung des Mietverhältnisses, den sofortigen „Rausschmiss“ konnte sie nur durch eine erhöhte Miete vermeiden.

Aber was tun? Harriet nutzte das Spendenaufkommen und erwarb, mit viel Glück und Angstschweiß, ein eigenes, großzügiges Grundstück im Stadtteil Lashebi mit Altbestandsgebäuden (eigentlich mehr verfallen als intakt), das African Angel Cottage.


2006 – Die eigene Geschäftsstelle!

Bis in den Herbst 2006…


Bis in den Herbst 2006 leitete und verwaltete Harriet den Verein von ihrer winzigen Wohnung in Düsseldorf aus, wo auch alle Anfragen und Anrufe von Interessenten aufliefen. Da sie fast rund um die Uhr auf der Messe bzw. auf den Toiletten der Altstadt arbeitete, blieben viele Dinge zwangsläufig unbeantwortet oder unerledigt. Sie entschloss sich im Jahr 2006, diesen Zustand zu ändern.

Über Freunde fand sie im Stadtteil Pempelfort einen kleinen Hinter Raum in einem Geschäft, den sie als Geschäftsstelle des Vereins günstig anmieten konnte. Zum „professionelleren Auftritt“ des Vereins fehlte jetzt nur noch jemand, der in diesem Büro arbeitete. Über eine Kleinanzeige fand Harriet den Düsseldorfer Schriftsteller Peter Schrenk, den sie als ehrenamtlichen Mitarbeiter für African Angel e.V. gewinnen konnte. Seiner engagierten Arbeit und der Unterstützung vieler helfender Hände war es zu verdanken, dass African Angel langsam wachsen konnte.

Harriet nutzte ihren Jahresurlaub, um bei den wichtigsten Dingen in Ghana dabei zu sein, z.B. bei Schulgraduierungen. Bei jedem Stufenwechsel (z.B. vom Kindergarten in die Grundschule, oder von der Grundschule in die Klasse 5 etc). richten die Schulen Feste für die Kinder aus. Eine schöne Motivation! Die African Angel Kinder waren ausgesprochen fleißig und strebsam, viele konnten auf Grund bester Leistungen sogar Klassen überspringen. Die ehemaligen Slumkinder dankten Harriet und African Angel auf diese Weise für ihr neues Leben.


2005 – Der erste Besuch aus Deutschland

Harriet s unermüdlicher Einsatz, tagsüber…


Harriet s unermüdlicher Einsatz, tagsüber auf der Messe, nachts in verschiedenen Altstadtlokalen, blieb natürlich nicht unbemerkt. Einer der Gaststättenwirte, für die Harriet arbeitete, wurde so neugierig auf African Angel, dass er Harriet anbot, sie bei ihrer nächsten Reise nach Ghana zu begleiten, und „es sich selbst anzusehen“. Also fuhr ²Uncle Wolfgang“, wie er bei den Kindern seitdem heißt, kurzer Hand, mit vielen Geschenken im Gepäck, mit nach Ghana. Allerdings hätte der fleißige Gastronom es sich nicht träumen lassen, dass er seinen Jahresurlaub mit der Renovierung des Kinderhauses verbringen würde…..

Seit dieser Zeit ist „Uncle Wolfgang“ natürlich ein treues African Angel Mitglied und lieber Freund! Sein Bericht aus Ghana half Harriet, weitere Mitglieder, Spender und Paten zu gewinnen.


2004 – Noch zur Miete – Ein Haus für 26 Straßenkinder aus Bukom und der erste Besuch aus Deutschland

Harriet gelang es, ein entsprechendes…


Harriet gelang es, ein entsprechendes Haus zur Unterbringung der Kinder in einem ordentlichen Stadtteil von Accra anzumieten und die Kindergarten- und Schulplätze in guten Erziehungs- und Ausbildungseinrichtungen zu belegen.

Das hört sich vielleicht einfach an, war aber in Wirklichkeit ein harter Kampf. Denn niemand in Ghana außerhalb des Slums hat Interesse oder die Bereitschaft, den verarmten ehemaligen Straßenkindern eine Chance zu geben.

Neben dieser großen logistischen Aufgabe gründete Harriet zeitgleich in Ghana dem Verein African Angel NGO, gemäß der Vorschriften des Companies Code, 1963 (Act 179), registriert als Association (eingetragener Verein). Als Gründungsmitglied der African Angel NGO fungierte gemäß den ghanaischen Vorschriften, neben Harriet als Vertreterin des African Angel e.V., die Hausmutter Janet Dowetin. Seit 2004 ist Janet, eine ausgebildete Pädagogin, Heimleiterin und vertritt Harriet, solange sie in Deutschland ist. Auch Mama Dora ist eine Hausmutter der ersten Stunde, und sorgt seit über 12 Jahren für die African Angel Kinder wie für ihre eigenen. (Heute haben über 15 Mitarbeiter bei African Angel einen guten und sicheren Job gefunden, neben den Hausmüttern gibt es Wachmänner, Fahrer und Sporttrainer, Menschen, die ohne Harriet vielleicht arbeitslos wären.)

Bei den Vermietern geeigneter Häuser stellte Harriet schnell fest, dass niemand bereit war, sein Gebäude als Kinderheim für Bukom-Slumkinder herzugeben. Darum besann Harriet sich schließlich auf eine List, und mietete kurzer Hand ein Haus für sich und „ihre“ Kinder an. Über die Zahl des Nachwuchses wurde beim Mietvertrag auch nicht gesprochen…. Mit viel Liebe richtete Harriet das Haus ein, und fuhr dann mit einem gemieteten Kleinbus nach Bukom, um „ihre“ 24 Kinder abzuholen.

Und dann hatte Harriet 26 Kinder zu versorgen und in die Schule zu schicken. Warum 26 Kinder? Es hatten sich unbemerkt 2 Kinder zusätzlich in den Bus geschlichen….

Doch zuerst wurden alle Kinder, erstmals in ihrem jungen Leben, einer ärztlichen Grunduntersuchung in einer Privatklinik unterzogen. Bei dieser Untersuchung entdeckten die Ärzte bei drei Kindern lebensbedrohliche Erkrankungen, die sonst nie oder zu spät erkannt worden wären. Die daraufhin sofort einsetzende Behandlungstherapie rettete ihnen das Leben…. (Übrigens, die medizinische Eingangsuntersuchung findet heute noch bei jedem neu aufgenommenen African Angel Kind statt, und imponiert den Kleinen oft so sehr, dass sie Arzt oder Ärztin werden möchten….)

Auch für die erste ordentliche Kleidung sorgte Harriet, einiges an Sachspenden hatte sie ja schon vor Ort, aber für so manchen Kleinen musste der Sonntagsanzug genäht werden. (Bis heute unterstützt Harriet einheimische Näher und Näherrinnen mit Aufträgen für Schuluniformteile und Sonntags-(Kirchen-)Kleider für die Jungen und Mädchen.)

Aber, keine Schule, kein Kindergarten wollte die Kinder aus Bukom aufnehmen, als Harriet sie in den Schulen und Kindergärten der Umgebung anmelden wollte. Das Risiko, diese Kinder unterschiedlichsten Alters, mit hoher Aggressivität und minimalsten Bildungsvoraussetzungen (so sprachen die Kinder zu der Zeit kein Englisch, sondern nur „Ga“ die Sprache Bukom s) aufzunehmen, schien allen Schul- oder Kindergartenleitern viel zu hoch. Verzweifelt lief sich Harriet die Hacken ab, doch wie immer, schaffte sie es am Ende doch!

Kurz vor Ende „ihres Urlaubs“ konnte Harriet mit dem stolzen Gefühl aus Ghana abreisen, dass die unter 6Jährigen den Bethel-Kindergarten (einen der angesehensten Kindergärten Accras) besuchten, und alle anderen auf der Christ Preparatory School die Schulbänke der 1.Klasse drücken würden.

Harriet begleitete ihre Kinder selbstverständlich an diesem besonderen Tag der Einschulung. Doch ganz bestimmt hätte Harriet es sich nicht träumen lassen, dass vier ihrer Schützlinge 12 Jahre später ihr erstes Studienjahr beginnen würden….

Nach Harriet s Rückkehr nach Deutschland fing eine harte Zeit an, denn sie war ganz alleine für den monatlichen Unterhalt des Hauses und die dreimal jährlich anfallenden Schulgebühren verantwortlich. Wie stolz war Harriet darum gewesen, den Zahlungsbeleg der ersten Schulgebühren in den Händen zu halten!

Wieder in Düsseldorf, musste sie ihre Stunden als Toilettenfrau noch erhöhen, nutzte aber auch die Gelegenheit, vielen Menschen von „ihren“ Kindern aus Bukom zu erzählen und Paten zu werben. Nebenbei war sie für die Vereinsverwaltung zuständig. Doch langsam aber sicher wuchs ihr Werk.


2002 – Vom Traum zur Wirklichkeit

Alles begann einmal in Afrika….


Alles begann einmal in Afrika. Genauer gesagt in Bukom-Accra, der Hauptstadt Ghanas an der westafrikanischen Küste. Mit dem großen Traum eines kleinen Mädchens. Das Mädchen Harriet Dansowaa Ani-Agyei (Harriets Mädchenname) lebte in Adabraka, einem der besseren Bezirke von Accra, besuchte aber regelmäßig seine Großmutter, die in Bukom , einem Armenviertel der großen Stadt lebte. Hier sah Harriet Kinder in ihrem Alter, die nicht regelmäßig zu essen bekamen, keine ordentliche Kleidung hatten, auf dem Erdboden schlafen mussten und, was ihr als das Schlimmste erschien, die nicht in die Schule gehen konnten.

Damals hatte Harriet den Traum, dass sie einmal in der Lage sein würde, den Kindern aus Bukom zu helfen!

Aus Kindern werden Leute, und so führte das Schicksal Harriet als junge Frau 1991 nach Düsseldorf, wo sie dann allerdings ihre Lebensträume wegen ihres gewalttätigen Ehemanns aufgeben musste. Aber niemals, selbst an den Tiefpunkten ihres Lebens, verlor sie ihren Glauben und damit ihren großen Traum aus den Augen: „ihren“ Kindern aus Bukom zu helfen.

Für diesen Traum und für „ihre“ Kinder war sie nach der Flucht in ein Frauenhaus in Düsseldorf und der endgültigen Trennung von ihrem Ehemann bereit, größte Entbehrungen und Opfer auf sich zu nehmen. Sie fand einen Job als Reinigungskraft bei der Messe Düsseldorf, denn ihre eigentlich gute Ausbildung wurde in Deutschland nicht anerkannt, und es fehlten ihr damals auch noch die deutschen Sprachkenntnisse.

Harriet erhielt sogar eine kleine Wohnung zugeteilt, in der sie heute noch lebt. Neben ihrem anstrengenden Job als Putzfrau tagsüber fing Harriet an, jeden Abend bis spät in die Nacht als Toilettenfrau „Tellergeld“ zu sammeln, um mit diesem Zusatzgeld die Schulausbildung von Kindern aus Bukom zu finanzieren. Stammgäste der Altstadt Kneipen, in denen Harriet „Dienst tat“, nannten sie einige Jahre später bald „African Angel“ und ermutigten sie, ihr Engagement in einen gemeinnützigen Verein zu organisieren, um mehr Geld für ihr Projekt sammeln zu können.

Nach zwei gescheiterten Versuchen – Harriet fehlte es an der nötigen Erfahrung – machte sie am 15. September 2002 gemeinsam mit sechs Gründungsmitgliedern in Düsseldorf den großen Schritt vom Traum zur Wirklichkeit: Die Gründung des Vereins African Angel e.V.

Der Verein und dessen Satzung wurden am 26. Mai 2003 unter der Nummer 9230 in das Vereinsregister eingetragen, kurz darauf m 16. Juni. 2003 erhielt African Angel e.V. vom Finanzamt Düsseldorf-Mitte durch Freistellungsbescheid von der Körperschaftssteuer die Gemeinnützigkeit bescheinigt.

Mit der Vereinssatzung und € 5.000,00 mühsam erarbeitetem „Tellergeld“ machte sich Harriet, in ihrem genommenen Jahresurlaub, dann auf nach Ghana. Zuerst informierte sie die Eltern des Viertels Bukom in Accra auf Versammlungen über das Projekt. Eine schwere Aufgabe, da sie sich in Bukom Befürchtungen und auch Anfeindungen der misstrauischen Eltern und Bewohner ausgesetzt sah. Dass sich schließlich Eltern doch dazu bereitfanden, zunächst 24 ihrer Kinder im Alter zwischen damals 4 und 11 Jahren in die Obhut von African Angel e.V. zu geben, ist der alleinige Verdienst von Harriets Überzeugungskraft.