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2004 – Noch zur Miete – Ein Haus für 26 Straßenkinder aus Bukom

Geschrieben von: africa Dienstag, 25. Februar 2014 um 8:23 pm

2004 flog Harriet mit 5.000.- (auf den Toiletten der Düsseldorfer Altstadt gesammeltes „Tellergeld“) nach Ghana, wo sie zuerst bei den Menschen in Bukom auf großen Widerstand für ihr Projekt stieß. Durch ihre Erfahrungen aus den Vorjahren war Harriet klar geworden, daß nur eine Unterbringung und Versorgung der Slumkinder ausserhalb von Bukom zum Erfolg führen kann. Warum? Die Kinder in Bukom werden verwahrlost sich selbst überlassen, sie haben niemals Zuwendung und Anerkennung erfahren, die Worte Leistung oder Disziplin kommen in ihrer Umgebung nicht vor, ihr familiäres Wohnumfeld (wenn es denn eines gibt) kann ihnen keinen geordneten und regelmäßigen Alltag bieten. Eigentlich ziehen sich die Slumkinder gegenseitig groß…und wenn sie etwas größer sind, ziehen sie in Gruppen von Gleichaltrigen durch die Straßen und Strände Bukoms. Es gibt für Bukom seitens der öffentlichen Hand keine Kindergärten oder Schulen, und der Besuch in einer öffentlichen Schule ausserhalb von Bukom ist für Kinder aus Bukom ist nicht zugelassen (!). Die Kinder sprechen auch kein Englisch, was eine Vorbedingung für jeglichen Zugang zu Bildung bzw. Ausbildung ist. (in Bukom wird der Stammesdialekt Ga im üblichen Straßenjargon gesprochen). Zu der Armut der Slumbewohner kommt die Unwissenheit und der gefährliche Okkultismus Voodoo. Geschätzt jedes 5. Haus´ in Bukom ist angeblich ein sogenanntes Voodoo-Haus, indem der Angst-Kult regiert. In dieser Umgebung kann kein Kind, sei es auch noch so begabt und materiell von aussen unterstützt, eine Chancengleichheit erfahren. Harriet, als gläubige Christin, will ´ihre´ Kinder aber zu weltoffenen, gebildeten und nach christlichen Wertvorstellungen lebenden Menschen erziehen. Darum wünschte Harriet sich einen hellen, sauberen und freundlicher Ort mit viel Hoffnung, ein neues Zuhause als Ausgangspunkt für eine gute Zukunft, für die eigentlich chancenlosen Kinder aus Bukom. Doch vor die Verwirklichung stand die Überwindung so einiger Hindernisse. So hätte Harriet für ihre Schützlinge um ein Haar keine Unterbringung gefunden, doch sie schaffte es in ihrer kurzen Urlaubszeit dank einer List, ein Haus für 26 Kinder in einem guten Viertel Accras anzumieten und einzurichten. Vor dem Einzug wurden die 26 Kinder erstmals in ihrem jungen Leben wurden einer ärztlichen Grunduntersuchung in einer Privatklinik unterzogen (die Gefahr einer Ansteckung anderer Kinder wäre sonst zu groß gewesen). Bei dieser Untersuchung entdeckten die Ärzte bei drei Kindern lebensbedrohliche Erkrankungen, die sonst nie oder zu spät erkannt worden wären. Die daraufhin sofort einsetzende Behandlungstherapie rettete ihnen das Leben…. Aber, keine Schule, kein Kindergarten wollte die Kinder aus Bukom aufnehmen, als Harriet sie in den Schulen und Kindergärten der Umgebung anmelden wollte. Das Risiko, diese Kinder unterschiedlichsten Alters, mit hoher Aggressivität und minimalsten Bildungsvoraussetzungen aufzunehmen, schien allen Schul- oder Kindergartenleitern viel zu hoch. Verzweifelt lief sich Harriet die Hacken ab, und wie immer, schaffte sie es am Ende doch, am Ende „ihres Urlaubs“ konnte Harriet mit dem stolzen Gefühl aus Ghana abreisen, dass die unter 6Jährigen den Bethel-Kindergarten (einen der angesehensten Kindergärten Accras) besuchten und alle anderen auf der Christ Preparatory School die Schulbänke der 1.

Zuletzt aktualisiert am 25, Februar 2014 at 11:33 pm Weiterlesen